Rangsdorf 2025 – Ein Programm der FDP

Präambel

Die Orte Klein Kienitz und Groß Machnow bilden zusammen mit dem Ort Rangsdorf eine Verwaltungsgemeinschaft. Die drei Ortslagen sind sehr unterschiedlich und müssen sich deshalb als eine Gemeinde gemeinsam entwickeln

Rangsdorf, Groß Machnow und Klein Kienitz wurden 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 2025, in gut 10 Jahren, kann deshalb in allen drei Orten das 650 jährige Ortsjubiläum gefeiert werden.

Mitten im Grünen und doch nah an Berlin gelegen, mit Bahnanbindung, modernen Kindertagesstätten und Schulen, Ärzten und kulturellen Einrichtungen sind die Ortschaften für viele junge Familien attraktiv. So haben sich die Einwohnerzahlen in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt. Mit dem stetig steigenden Zuzug ergeben sich wichtige Bedürfnisse der Bürger, die vorrausschauend erfasst und zeitnah erfüllt werden müssen.

Die Herausforderung der Gemeinde besteht folglich im ständigen Anstieg der Einwohnerzahl mit den damit einhergehenden Anforderungen an die Infrastruktur. Als wir Ende 2003 vom Wähler Verantwortung für die Gemeinde übertragen bekommen haben, war ein Investitionsstau festzustellen, der neben den aktuellen Anforderungen immer noch aufzuarbeiten ist.

Aus den vorgenannten Gegebenheiten ist es nötig, sich Entwicklungsziele für die nächsten 10 Jahre zu setzen. Gerade wegen der knappen finanziellen Mittel der Gemeinde kann nur eine Konzentration des Einsatzes zu positiven Entwicklungen führen. Vom Land Brandenburg ist in diesem Zeitraum bestenfalls eine gleichbleibende Finanzausstattung zu erwarten. Seit 2004 verfolgen wir deswegen eine strategische Ausrichtung des Mitteleinsatzes in der Gemeindepolitik. Dies war eine wesentliche Ursache der positiven Entwicklung in der Gemeinde Rangsdorf in den letzten 10 Jahren.

Qualitativ hochwertige Bildung ist uns ein zentrales Anliegen

Bildung ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts. Gute Bildung ist der Schlüssel für den sozialen Aufstieg. Bildung beginnt in der Familie und ist durch die Gemeinde bestmöglich zu unterstützen. Bildung ist dabei nicht nur auf Schule beschränkt.

Rangsdorf hat mit drei Kindertagesstätten (Kita) in kommunaler Trägerschaft, jeweils einer Kita in Trägerschaft des DRK, der Kirche, eines Waldorfvereins und eines Elternvereins schon in der frühkindlichen Bildung eine große Vielfalt und gleichzeitig hohe Qualität zu bieten. Daneben gibt es ein gut ausgebautes Angebot an Tagespflegestellen.

Die zwei gemeindlichen Grundschulen und die beiden Horte, einer davon in kirchlicher Trägerschaft, setzen für Kinder im Grundschulalter Qualität und Vielfalt der Bildung fort. Kinder können nach der Grundschule im Ort zwischen zwei Gymnasien (in landkreislicher und in freier Trägerschaft) oder zwischen zwei Oberschulen (davon eine in freier Trägerschaft) wählen. Die hohe Qualität der Bildungsangebote für Kinder gilt es zu erhalten und weiter auszubauen.

Wer nach Rangsdorf zieht, will meist eine Familie gründen oder bringt bereits das erste Kind mit. Es ist davon auszugehen, dass der Bedarf an Kitaplätzen konstant hoch bleibt. Nur durch einen weiteren Ausbau der Kapazitäten wird es möglich sein, dass weiterhin jeder, der einen Platz für sein Kind benötigt, auch einen Kitaplatz bekommen kann. Doch reine Beaufsichtigung in einer Kita war und ist uns nicht genug. Das Kita-Gesetz in Brandenburg sieht im Bundesvergleich am wenigsten Personal für die Kinder vor. Daher setzen wir uns dafür ein, dass in der Gemeinde Rangsdorf auch weiterhin zehn Prozent mehr Personal eingesetzt wird als das Brandenburger Gesetz vorsieht.

Wir unterstützen und fördern zudem die Vielfalt an Trägern und pädagogischen Konzepten von Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen.

Für die Kita „L.i.n.O.!“ wird 2014 ein neues Gebäude gebaut. Das Haus der Kita „Gartenhäuschen“ ist zu sanieren. Sollte der Bedarf an Plätzen zur Kindertagesbetreuung stetig weiter wachsen, muss um 2019 eine neue Kita im Bereich der nördlichen Winterfeldallee errichtet werden. Bei weiterem Bedarf ist im Bereich der Bergstraße ebenfalls eine Kita zu errichten.

Die beiden Hortstandorte sind bedarfsgerecht auszubauen. Für den Rangsdorfer Standort ist 2015 ein Hortneubau zu errichten. In Groß Machnow sind - auch für eine mögliche Schulerweiterung - die restlichen nicht durch Schule und Hort genutzten Flächen im Gutskomplex zu erwerben.

Die Schulen sind für den Bedarf qualitativ und quantitativ weiter auszubauen. Qualität geht dabei vor Quantität. Allerdings setzen vorhandene Standortflächen und äußere Bedingungen der Quantität Grenzen. Für die Grundschule Rangsdorf ist eine Kapazität von maximal 20 Klassen (3 1/3-zügig) und für die Grundschule Groß Machnow eine Kapazität von maximal 15 Klassen (2 ½-zügig) vorzusehen. Die Kapazität am Schulstandort Rangsdorf ist wegen der Größe des Geländes zwischen Fontaneweg, Mühlenweg, Clara-Zetkin-Straße und Fichtestraße begrenzt. Neben der Horterweiterung ist auch eine Erweiterung des Fontane-Gymnasiums nötig. Wegen der qualitativ bestmöglichen Ausnutzung des begrenzten Geländes muss mit dem Landkreis als Schulträger dieses Gymnasiums ein gemeinsames Entwicklungskonzept erarbeitet werden. - Das zukünftige Schulgebäude der Grundschule (heute Hortgebäude) ist für den Schulbetrieb umzubauen, bevor der Hort ins „Rote Haus“ (das historische Grundschulgebäude) zieht.

Für die Oberschule ist eine Sportstätte auf dem Konversionsgelände zu schaffen - mit einer für den Handballwettkampf tauglichen Sporthalle mit einem Großspielfeld einschließlich Leichtathletikanlagen. Dieser Sportkomplex soll auch vom Gymnasium mit nutzbar sein. Die Sportanlage ist durch einen Fußgängertunnel unter der Bahn (Höhe Reihersteg) und einen Fußweg über das Gelände des alten Sportplatzes in der Walter-Rathenau-Straße anzubinden. Der Standort ist so groß zu wählen, dass der Sportstätte - bei späterem Bedarf - eine 2 ½-zügige Schule angegliedert werden kann.

Die Schulsozialarbeit an allen Schulen muss mindestens im heutigen Umfang beibehalten werden.

In Rangsdorf haben sich unterstützende Netzwerke gebildet, in denen vielfältige Bildungsangebote für alle Altersgruppen koordiniert werden. Diese Netzwerke, in denen vielfach Ehrenamtliche mitarbeiten, sind zu unterstützen. Neben der Kooperation von Grundschulen und Kita, von Oberschulen und Gymnasien gehören dazu auch die Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden sowie Netzwerke zum Kinderschutz. Die Gemeindeverwaltung muss diese Netzwerke unterstützen.

Das lebenslange Lernen von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter ist weiter zu fördern. Umgesetzt werden kann dies am besten durch verschiedene Bildungsträger, denen u.a. Räume zur Verfügung gestellt werden.

Das Familienzentrum (FIZ) ist auszubauen und in Bahnhofsnähe zu verlegen. Der Jugendclub in Rangsdorf soll mit in das FIZ integriert werden. Im FIZ ist außerdem Beratung bei Erziehungsfragen, zur Ernährung und zu Gesundheitspräventionsfragen, zu speziellen Förderungen von Kindern, zu Bewegungsangeboten und zu ergänzenden Betreuungsangeboten (neben Kita und Tagespflege) anzubieten.

Zur Bildung gehört auch das Erlernen sozialer Kompetenzen. Dies geschieht unter anderem in Vereinen. Dort werden soziale Kompetenzen vorgelebt und erlebt. In der Gemeinde gibt es Vereine mit unterschiedlichen Zielen, z.B. Sport- und Kulturförderung oder Bürgerinitiativen. 

Die mitgliederstärksten dieser Vereine - SV Lok Rangsdorf, SV Rangsdorf 28, TSV Rangsdorf 2004 und SV Eintracht Groß Machnow - sind Sportvereine. In den Sportvereinen unserer Gemeinde wird eine erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit geleistet. Daneben sind hier auch viele Senioren aktiv. Diese Arbeit ist zu fördern. Dazu ist das Erich-Dückert-Sportforum (Lindenforum) als Sportstätte für den Fußballsport auszubauen. Außerdem ist eine BMX-Anlage für Kinder auf diesem Gelände zu errichten.

Die Sportstätten der Angler und Segler sollen diesen zur Eigennutzung weiter zur Verfügung stehen. Den Reitplatz in Groß Machnow soll die Gemeinde erwerben.

Für den Sportplatz in Klein Kienitz sind feste Umkleideräume zu schaffen. In dieses Gebäude ist die derzeitige Dorfbegegnungsstätte zu integrieren, so dass die derzeit dafür genutzten Räume wieder Wohnraum werden können.

Die kulturellen Angebote in der Gemeinde sind auszubauen. Dazu sind die im kulturellen Bereich tätigen Vereine zu fördern einschließlich der beiden Galerien im Ort, somit die Durchführung von Konzerten, Theaterveranstaltungen und Lesungen. Am Strandbad ist ein neues Museumsgebäude zu errichten, in dem die vorhandenen musealen Sammlungen (Bücker- und Eissegelmuseum) einen angemessenen Raum finden.

Die Förderung großer Feste in der Gemeinde soll erhalten bleiben.

Der Sportplatz an der Birkenallee soll als Platz für besondere Veranstaltungen (bis zu sechs pro Jahr) umgebaut werden, aber auch als Parkplatz bei Veranstaltungen am Strandbad genutzt werden können.

Rangsdorf soll ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort bleiben

Im Gebiet der Gemeinde Rangsdorf gibt es verschiedene Unternehmen mit rund 1.500 Arbeitsplätzen. Die Großhandels- und Logistikunternehmen sind dabei ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor über die Gemeindegrenzen hinweg. Die Geschäfte des Südringcenters erfüllen Versorgungsfunktionen auch für viele Menschen aus Nachbarkommunen. Für uns ist es deshalb wichtig, an den bestehenden gewerblichen Standorten Theresenhof und Am Heideberg (nördliche Ortslage Groß Machnow) den dort ansässigen Unternehmen Erweiterungsmöglichkeiten anzubieten.

Das Gewerbegebiet in der Ladestraße soll - im anzustrebenden Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern - für den Wohnungsbau genutzt werden. Kleinere Gewerbeunternehmen innerhalb der Ortslagen sind zu stärken, insbesondere wenn sie eine Nahversorgungsfunktion erfüllen.

Um den durch Gewerbeerweiterungen in der Gemeinde oder südlich der Gemeinde entstehenden zusätzlichen Verkehr auf der B 96 unproblematisch zu bewältigen, sind die Kreuzungen der B 96 am Birkenweg und an der Kienitzer Straße auszubauen.

Landwirtschaft und Tourismus sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren in der Gemeinde. Deshalb sollen der Landwirtschaft nur bei unbedingter Notwendigkeit Flächen entzogen werden. Ökologische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind von allem zur Verbesserung bestehender Biotope einzusetzen und der Rückbau/ die Renaturierung sind auf den Konversionsflächen zu betreiben. Dabei ist der Land- und Forstwirtschaft möglichst viel Nutzfläche zurückzugeben.

Der Tourismus ist weiterhin durch die Unterhaltung eines Büros für diesen Zweck im Rathaus zu fördern. Dies Büro dient außerdem der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde sowie der Unterstützung und Organisation der Unternehmungen im Rahmen der Städtepartnerschaftsabkommen der Gemeinde. Das touristische Leitsystem in der Gemeinde ist weiter auszubauen.

Der Ausbau für ein schnelles Internet ist eine Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung und soll flächendeckend in Rangsdorf erfolgen.

Wohnen und sich wohlfühlen in Rangsdorf

Insbesondere die Ortslage Rangsdorf ist ein landschaftlich besonders attraktiver Wohnstandort im Grünen. Um dies zu bewahren, sind innerörtliche Grünflächen zu erhalten. Daran hat sich der Wohnungs- und Gewerbebau zu orientieren. Die gemeindeeigenen Wohnungen sollen genutzt werden, um Rangsdorfer Bürgern bei Bedarf preiswerten Wohnraum anzubieten. Die Überschüsse aus der Vermietung sollen in die Instandhaltung und Erneuerung des Wohnungsbestandes fließen.

Die ärztliche Versorgung muss weiter verbessert werden. Die Ansiedlung von Ärzten im Zentrum um die Seebadallee ist zu fördern, auch durch Unterstützung bei der Bereitstellung von geeigneten Praxisräumen.

Grünzüge wie die Zülowgrabenniederung erfüllen neben der Erholung auch wichtige Aufgaben im Wasserhaushalt und sind für Fauna und Flora bedeutsam. Um die Speicher- und Pufferfunktionen der Zülowseen und des Machnower Sees zu erhöhen, sind diese zu sanieren. Gleichzeitig ist die ökologische Durchlässigkeit vom Zülowkanal bis zum nördlichsten Zülowsee zu herzustellen.

Das Kanalsystem in Klein Venedig ist eine attraktive Besonderheit in Rangsdorf, aber seine Unterhaltung war bisher nicht zu klären. Die Gemeinde wird Untersuchungen zu den ökologischen Besonderheiten des Systems durchführen. Dies ist Voraussetzung um finanzielle Mittel aus ökologischen Ausgleichsmaßnahmen ein zu werben, um die notwendigen Sanierungen im Kanalsystem und dem angrenzenden Bereich des Rangsdorfer Sees durchführen zu können.

Die öffentlichen Begegnungsplätze sind weiter auszugestalten. Der Platz der Deutschen Einheit ist um Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Erwachsene zu ergänzen. Das Strandbad am Rangsdorfer See ist mit dem Ausbau von Museum, Sanitäranlagen und kleiner Bühne nach den schon bestehenden Konzepten als Begegnungsort aufzuwerten. Die Badestelle am Kiessee soll um Sanitäranlagen erweitert werden. Der denkmalgeschützte Park des Gutes in Groß Machnow ist nach den bestehenden Konzepten für die Öffentlichkeit umzubauen. Die bereits vorhandenen öffentlichen Spielplätze (Stauffenbergallee, Rosenaue, Jütenweg und Gartenstraße) sind einladend zu halten.

Der Dorfanger in Rangsdorf mit dem besonderen Flair soll mit Denkmal, Sanssouci en miniature und Kirche erhalten werden.

Bestehende Begegnungsstätten wie Gaststätten und Vereinsheime sollen erhalten bleiben bzw. gefördert werden.

Die Selbstverwaltung der Gemeinde durch Gemeindebedienstete und gewählte Politiker ist vor allem Dienstleistung für die Bürger im Ort.

Durch Bürgerbeteiligungen in unterschiedlicher Form, insbesondere durch Einwohnerversammlungen, ist den Bürgern die Möglichkeit der Einflussnahme auf Entscheidungen zu geben. Dazu gehört es auch, den Bürgern über Medien wie das Internet und Zeitungen möglichst viele Informationen über Vorgänge und Entscheidungen in der Gemeinde zu geben. Das Ratsinformationssystem, in dem Vorlagen für die Gemeindevertretung einsehbar sind, ist regelmäßig zu aktualisieren. Die Beschlussvorlagen mit Erläuterungen müssen dort für jeden Bürger noch vor der Entscheidung in den entsprechenden Gremien, soweit rechtlich möglich, zu finden sein.

Das ehrenamtliche Engagement von Bürgern - in den unterschiedlichen Formen in der Gemeinde - ist zu fördern, z.B. in Vereinen, in Initiativen oder in Nachbarschaftshilfen.

Die Städtepartnerschaften - als sichtbares Zeichen für die Weltoffenheit der Gemeinde Rangsdorf - sind durch Begegnungen und Besuche weiter auszubauen. Dabei ist das Engagement der Bürger besonders zu fördern. Die Internetseite der Gemeinde ist dementsprechend mehrsprachig zu gestalten.

Verkehrsinfrastruktur zeitgemäß herstellen

Ein besonderes Problemen in der Ortslage Rangsdorf sind die vielen öffentlichen Straßen, die noch nicht befestigt wurden. Dennoch wurden und werden in solchen Straßen Wohnhäuser gebaut.

Ein großer Teil der Hauptstraßen, die die verkehrliche Erschließung in der Ortslage Rangsdorf gewährleisten, sind viele Jahrzehnte alt und für die heutigen Verkehrsbedürfnisse, auch unter dem Gesichtspunkt der Lärmvermeidung für die Anwohner, nicht ausreichend ausgebaut.

Deshalb wollen wir den Straßenausbau weiter forcieren. Großmachnower Allee und Großmachnower Straße zwischen Bergstraße und Am Stadtweg, die Kienitzer Straße zwischen B 96 und Am Stadtweg (einschließlich Nebenfahrbahnen), die Goethestraße zwischen Seebadallee und Frühlingsstraße und die Birkenallee (einschließlich Rest Stauffenbergallee) sollen bis 2025 auszubaut werden. Dies wird finanziell nur möglich sein, wenn die politisch durch die Bundesrepublik neu angekündigten Straßenausbauförderprogramme auch für Rangsdorf wirksam werden. Daneben ist das Straßennetz westlich der Dresdener Bahnlinie an den Bahnübergang Pramsdorf anzubinden und dieser mit einer Straßenüberführung umzubauen. Dies beinhaltet die Herstellung einer Verbindung zwischen heutiger Puschkinstraße, bzw. Stauffenbergallee und dem Bahnübergang Pramsdorf.

Reihersteg (zwischen Bergstraße und Wiesengrund), Winterfeldallee (zwischen. Wiesengrund und Groß Machnower Straße), Thomas- Münzer- Weg, Grenzweg (zwischen Normannenallee und Großmachower Allee und zwischen Finkenweg und Spechtweg), An der Reiherbeize und Am Seekanal, Am Strand und Heinestraße (zwischen Wiesengrund und Großmachnower Straße) sind dringend erstmalig als Straßen herzustellen. 

Seebadallee/ Friedensallee (bis Clara-Zetkin-Straße), Gartenweg (zwischen Friedensallee und Tannenweg), Puschkinstraße (zwischen Bansiner Allee und Brücke) und Bansiner Allee (zwischen Puschkinstraße und Usedomer Straße) sind nur sehr unzureichend ausgebaut und müssen ausgebaut werden.

Beim Radwegeausbau sind vorrangig die Lücken im überörtlichen Wegenetz zu schließen. Dies betrifft insbesondere die Verbindungen zwischen Groß Machnow und Mittenwalde sowie zwischen Klein Kienitz und Brusendorf. Daneben sind, wo erforderlich, Radwege beim Ausbau von Hauptstraßen innerorts zu bauen.

Der Wander- und Radweg um den Rangsdorfer See liegt größtenteils im Gebiet der Städte Ludwigsfelde und Zossen und der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Trotzdem soll versucht werden, die Gefahrenstellen auf diesem Weg, vor allem an der Landesstraße zwischen Groß Schulzendorf (Ludwigsfelde) und Jühnsdorf (Blankenfelde-Mahlow) zu beseitigen.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Dresdener Bahn ausgebaut wird, vor allem dass die Bahnlinie zwischen Blankenfelde und Südkreuz wieder hergestellt wird.

Der öffentliche Personennahverkehr ist stärker den Bedürfnissen der Bürger anzupassen. Initiativen, wie für Bürgerbusse, sind zu unterstützen.

Wir sind der Ansicht, dass bei der Wahl des Standortes Schönefeld als internationalem Flughafen von Berlin (BER) eine falsche Entscheidung zu Lasten der betroffenen Anwohner getroffen worden ist.

Der erreichte Baufortschritt des BER, auch wenn ein Eröffnungstermin derzeit nicht absehbar ist, lässt jedoch aus unserer Sicht eine Umkehr oder gar Schließung / Verlagerung des Standortes nicht mehr zu. Die bereits eingesetzten Steuergelder, die zu erwartende wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung, der Zuwachs an Beschäftigung in der Region – auch im Landkreis – dies alles kann nicht außer Betracht gelassen werden. 

Aus dem Bekenntnis zum Unvermeidbaren resultiert aber gleichzeitig, dass die geeigneten Maßnahmen zur Verminderung der mit der Inbetriebnahme einher gehenden Belastungen und Belästigungen mit allen Betroffenen endlich in ehrlicher Weise abgestimmt werden müssen. Dazu zählt ein Bekenntnis zu einem optimalen Start – und Landebahnbetriebsmanagement unter Schaffung einer entsprechenden Aufsicht und Kontrolle durch die Lärmschutzkommission selbst.

Weiterhin müssen die passiven Lärmschutzmaßnahmen in und an den Gebäuden gemäß dem Lärmschutzprogramm vor Inbetriebnahme konsequent ausgeführt werden.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass der durch die gemeinsame Berlin-Brandenburger Landesplanung festgelegte alleinige Standort für einen Großflughafen in Schönefeld aufgehoben wird, um eine dritte Start und Landebahn am BER langfristig überflüssig zu machen.

Das Gewerbegebiet an der Ladestraße schafft, wegen des Verkehrs durch die Ortslage, regelmäßig Lärmprobleme. Eine Umnutzung des Gewerbegebietes Ladestraße in ein Wohngebiet ist im Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern zu befördern.

Beim vorgesehenen Ausbau der Dresdener Bahnlinie muss der Lärmschutz an der Bahnlinie verbessert werden. Beim Ausbau der Bahn ist darauf zu achten, dass der Platz für einen späteren S-Bahnanschluss für Rangsdorf nicht verbaut wird.

Durch Lärmschutz an der A 10 ist die Lärmausbreitung von den beiden Autobahnbrücken über die Bahnlinie und den Rangsdorfer See in den Ort hinein einzudämmen.

Für die Ortslage Groß Machnow ist der Bau einer Umgehungsstraße der B 96 durch das Land Brandenburg im Auftrag des Bundes zu befördern.

Gemeinsames Leben bedarf der Sicherheit

Sicherheit ist ein hohes Gut. Wir stehen für die Freiheit der Entfaltung, ebenso aber auch für konsequenten Schutz vor Gewalt, Kriminalität, Belästigung und Unsicherheit. Bislang haben wir ein gutes Sicherheitsniveau. Damit das so bleibt dürfen wir uns nicht ausruhen.

Wir wollen möglichst viel Polizei vor Ort haben und fordern daher zwei tatsächlich vorhandene Revierpolizisten pro 5.000 Einwohner. Videoüberwachung von öffentlichen Straßen und Plätzen ist keine Alternative zur Polizeipräsenz.

Wir müssen konsequent wie bisher die allgemeine Gefahrenabwehr durch unser Ordnungsamt wahrnehmen lassen.

Über die polizeiliche Prävention hinaus müssen alle gesellschaftlich relevanten Gruppen für mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger sorgen. Ebenso muss die „Unkultur des Wegsehens" durch eigenes gutes Beispiel, konsequente Wahrnehmung und aufmerksames Hinsehen in eine „Kultur des Hinschauens und Bemerkens" umgewandelt werden.

Extremismus ist derzeit kein ernstes Problem in unserer Gemeinde. Gegen Extremismus ist vor allem das bürgerschaftliche Engagement gefragt: in Initiativen, Vereinen und Verbänden. Dies muss die Gemeinde aktiv unterstützen. 

Sicherheit bedeutet auch mehr Licht. Die Straßenbeleuchtung in Rangsdorf ist deshalb so auszubauen, dass sie auf Dauer betrieben werden kann. Dazu ist auf energiesparende Lampen und Beleuchtungstechnik dort umzurüsten, wo dies sich wirtschaftlich anbietet.

Der Bahnhof Rangsdorf ist ein zentraler Punkt für Mobilität. Der Bahnhof wird derzeit neu gebaut. Das Bahnhofsumfeld ist attraktiv zu gestalten und bedarfsgerecht auszubauen. Die dazu entwickelten Planungen sind zu präzisieren und auszuführen. Bei der Gestaltung sind Sicherheitsaspekte wie gute ständige Einsehbarkeit und Angebote, die möglichst ständig Menschen sich am Bahnhof aufhalten lassen, zu berücksichtigen. In der Nähe des Bahnhofs gibt es auf der Westseite schon heute mit Imbiss, Gastronomie, Rathaus und Lebensmittelmarkt ein attraktives Angebot, das zu erweitern ist. Daneben sollen für Radfahrer und Autofahrer Abstellmöglichkeiten der Fahrzeuge am Bahnhof geschaffen werden.

Eine solide Finanzpolitik für die folgenden Generationen

Durch eine nachhaltige Haushaltsführung ist es möglich, die in unserem Programm genannten Punkte ohne Kreditaufnahmen umzusetzen. Nachhaltige Finanzpolitik muss darauf achten, dass die derzeit sehr soliden Gemeindefinanzen erhalten bleiben.

Die Gemeinde verwaltet das Steuergeld der Bürger, das diese für die Dienstleistungen der Gemeinde im Rahmen der gesetzlichen Normen zahlen. Deshalb haben die Bürger auch einen Anspruch darauf zu erfahren, was mit diesem Geld geschieht.

Der Haushalt, die Jahresabschlüsse und eine Kostennutzenrechnung sollen so aufgearbeitet und publiziert werden, dass sie leicht verständlich sind.

Das Mieten von Gebäuden ist insbesondere dann möglich, wenn bei Errichtung von Bauten durch die Gemeinde höhere Kosten drohen würden. Die angemieteten Objekte sind nach und nach anzukaufen.

Das Programm als PDF =>