Erfolgsbilanz der FDP Fraktion der in der Gemeindevertretung Rangsdorf für die Wahlperiode 2003 bis 2008

Dieser Bericht gibt einen Rückblick auf die Erfolge der letzten gut fünf Jahre und stellt zukünftige Aufgaben dar. Die Fraktion bestand aus 6 Mitgliedern, wobei ein Mitglied der Wählergruppe UWB pro Rangsdorf in einer gemeinsamen Fraktion aufgenommen wurde. Die Gemeindevertretung hat 19 Mitglieder, so dass mehrheitliche Entscheidungen nur mit anderen Fraktionen möglich waren. Viele wichtige Entscheidungen wurden von uns zusammen mit der Fraktion der DPR mehrheitlich in der Gemeindevertretung getroffen, oft gegen die Stimmen der Fraktionen der CDU, SPD und PDS (später Linke). Einzelheiten dazu konnten in der Presse gelesen werden und sind hier nicht auszuführen. Ein wesentliches Kriterium neben der stabilen Mehrheit in Sachfragen war eine konstruktive Arbeit mit Bürgermeister und Gemeindeverwaltung.

Bildung / Kindertagesbetreuung

Ziel der Fraktion war es, dass qualitative und quantitative Angebot zur Schulbildung und zur Betreuung von Kindern schrittweise zu verbessern. Dabei konnte auf die Schulbildung nur zum Teil Einfluss genommen werden, da alle Lehrer Bedienstete des Landes Brandenburg sind, die Schulleiter kaum langfristig Personal planen können und so langfristige Konzepte schwer umsetzbar sind. Die Gemeinde kann aber die Rahmenbedingungen für die Schulen in eigener Trägerschaft verbessern. Die Schülerzahl in der Grundschule ist in dem Zeitraum von 390 (2003) auf 570 (zum Sept. 2008) gestiegen. Dementsprechend mussten auch mehr Klassen eingerichtet werden. Zur Verbesserung der räumlichen Bedingungen wurde die Sanierung des weißen Hauses am Standort Rangsdorf begonnen und die Errichtung der Außenstelle der Grundschule im Ortsteil Groß Machnow durchgeführt. So sind in Groß Machnow acht neue Klassenräume entstanden, davon werden 2 derzeit noch vom Hort genutzt. Durch den 2. Standort in Groß Machnow, an dem eine kleine Sporthalle vorhanden war, konnte der gleichzeitige Sportunterricht mit mehreren Klassen in einer Sporthalle zum Teil abgebaut werden. Die Teilung der Schule in 2 Grundschulen wird angestrebt. Die Vorraussetzungen dafür wurden in den letzten Jahren nach und nach geschaffen. Dadurch wird auch der letzte eigentlich nicht für den Unterricht im Klassenverband geeignete Klassenraum im Roten Haus in Rangsdorf nicht mehr genutzt werden müssen. Außerdem stehen nach und nach wieder Räume für Teilungs- und Förderunterricht am Standort Rangsdorf zur Verfügung. Da in den nächsten Jahren die Schülerzahl eher noch steigen wird, muss zur Sicherung der Räumlichen Bedingungen für einen qualifizierten Unterricht die Sanierung des weißen Hauses abgeschlossen werden und die Sanierung des roten Hauses erfolgen. Letzteres wurde vom Land Brandenburg mit der Außentoilette unter Denkmalschutz gestellt. Trotzdem muss eine Sanierung des Gebäudes einschließlich Einbau einer Sanitäranlage in den nächsten Jahren erfolgen. Um einen Umbau bei laufendem Schulbetrieb zu ermöglichen, ist die Klassenzahl am Standort Rangsdorf entsprechend zu reduzieren. Der Standort Groß Machnow ist für die Aufnahme auf bis zu 10 Klassen mit den dazu nötigen Räumen für Teilungs- und Förderunterricht zu erweitern. Wegen der Verbesserung eines breiten Angebotes wird eine Ganztagsgrundschule, in Brandenburg verlässliche Halbtagsgrundschule genannt, für den Standort Groß Machnow angestrebt.

Die Sporthalle Rangsdorf wurde in den letzten Jahren technisch erheblich verbessert, verschiedene Arbeiten (u.a. Prallschutz, Dach, Heizung) durchgeführt. Das Gebäude des Hortes am Standort Clara-Zetkin-Straße wurde grundlegend saniert. Im Zusammenhang mit den noch anstehenden Sanierungsarbeiten im Grundschulbereich muss Platz für ca. 25 zu betreuende Hortkinder geschaffen werden, die derzeit nur mit Ausnahmegenehmigungen im Schulgebäude betreut werden. Der Bedarf für zusätzliche Hortplätze ist seit Jahren am Standort vorhanden. Der Hort im Ortsteil Groß Machnow wird durch die Kirche betrieben. Für diesen Hortstandort ist Platz zur Betreuung von ca. 50 Hortkindern auf dem Gutsgelände zu schaffen. Hier werden derzeit ca. 70 Kinder nur mit einer Ausnahmegenehmigung in Schulräumen betreut. In den nächsten Jahren ist der endgültig für Schule und Hort am Standort Groß Machnow benötigte Bedarf auf dem Gutsgelände festzulegen und dieser Grundstücksteil mittelfristig zu erwerben, um die Mietkosten zu senken.

Die Oberschule (ehemals Realschule) in Rangsdorf konnte sich dank der Unterstützung der Gemeinde als Standort behaupten, während andere Oberschulen im Land geschlossen wurden. Die räumlichen Bedingungen für den Unterricht sind derzeit noch unzureichend, die Gemeinde baut aber 2008/2009 die Schule um. Am Ende werden sich die Lernbedingung  wesentlich verbessern, neue Unterrichtsräume die Schule prägen. Am Standort ist in den nächsten Jahren eine Sporthalle für die Oberschule zu bauen.

Die Seeschule als privatrechtlich organisierte Schule und das vom Landkreis betriebene Gymnasium in Rangdorf wurden in den letzten Jahren mit Unterstützung der Gemeinde ausgebaut und bilden mit den Schulen in gemeindlicher Trägerschaft ein attraktives Bildungsangebot.

Bei der Betreuung von Kindern vor dem Schulalter wurden ein vielfältiges Angebot und ein qualitativer und quantitativer Ausbau des Betreuungsangebotes angestrebt. Dazu wurde das Kleine Haus der Kita „Spatzennest“ umgebaut, die damalige Seniorenbegegnungsstätte räumlich genutzt. Vor dem Umbau gab es für 60 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren keinen Bewegungsraum auf dem Gelände. Es wurde der Bewegungsraum im Großen Haus über die Straße mitgenutzt. Weiterhin gab es keinen Raum für das Personal oder Elterngespräche. Neben der Verbesserung der räumlichen Bedingungen, die auch eine qualitative Verbesserung der pädagogischen Arbeit ermöglichten, wurden zusätzlich 30 Kita-Plätze geschaffen. Der Einbau einer Kaltküche ermöglicht nun den Umbau des Großen Hauses mit dem alten Küchentrakt. Im Großen Haus können derzeit 105 Kinder betreut werden. Insbesondere der Küchentrakt im Großen Haus ist dringend Sanierungsbedürftig. Auch für das Große Haus der Kita ist der Umbau auch zur Verbesserung der räumlichen Bedingungen dringend nötig. Nach dem Umbau wird eine qualitativ bessere pädagogische Arbeit mit den Kindern möglich sein. Der Bauantrag ist gestellt, der Umbau kann Ende 2008 bis Mitte 2009 erfolgen.

Mit der Ansiedlung der Waldorf-Kita wurde ein alternatives Betreuungsangebot in Rangsdorf geschaffen. Träger ist ein Elternverein. Für diese Kita wurde ein Gebäude der Seeschule angemietet. So wurden 34 neue Betreuungsplätze geschaffen. Der Mietvertrag wurde wegen Eigenbedarfs der Schule zum Sommer 2008 gekündigt, so dass die Gemeinde nach dem Brandenburger Kita – Gesetz für eine andere Unterbringung sorgen musste. Dazu wurde der Standort in der Stauffenbergallee, der im genehmigten Flächennutzungsplan für ein Kita vorgesehen war, aus mehren Varianten ausgewählt. Mit der Fertigstellung des Baues zum Ende 2008 werden nochmals 10 neue Kita – Plätze geschaffen werden. Die Gemeinde sollte mittelfristig anstreben das Gebäude als Eigentum zu erwerben.

Die Kita Waldhaus war in 2 Häusern auf 2 getrennt voneinander liegenden Grundstücken untergebracht. Eines der Gebäude war nur angemietet. Für das eigene Grundstück wurde ein Anbau an das vorhandene Gebäude realisiert. Die umgebaute Kita konnte im Frühjahr 2008 in Betrieb genommen werden, dadurch wurden 15 neue Betreuungsplätze geschaffen. Das Miethaus wird zum Jahresende 2008 abgegeben. Auch in dieser Kita  wurde durch eine Verbesserung der räumlichen Bedingungen eine qualitativ bessere pädagogische Arbeit ermöglicht. Die Kita wurde in die Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes übergeben, gleichzeitig wurde englisch als 2. Sprache in der Kita eingeführt. Ziel ist es, dass Kinder mit der englischen Sprache frühzeitig vertraut werden.

Das ehemalige Amtsgebäude im Jütenweg wurde durch die Gemeinde dem DRK Kreisverband für das Projekt „Familie im Zentrum“ zur Verfügung gestellt. Im Rahmen dieses Projektes werden vielfältige Angebote und Hilfestellungen für Familien angeboten bis hin zu alternativen Betreuungsformen auch in sonst selten nachgefragten Tages- und Nachtzeiten.

Durch die Kirche als Träger der Kita „Knirpsenland“ im Ortsteil Groß Machnow wurde durch Nutzung aller räumlichen Möglichkeiten die Kapazität um 10 Plätze erhöht. Die Kita „Gartenhaus“ wurde den heutigen Ansprüchen entsprechend saniert, mit dem Ausbau des ehemaligen Gartenhauses die kreativen Angebote wesentlich erhöht.

Die Gemeinde Rangsdorf bezahlt zusätzlich zu dem vom Land Brandenburg vorgesehenen Personalschlüssel des pädagogischen Personals seit 2007 einen Personalüberhang von 7 – 10 %. Dadurch soll den erhöhten Anforderungen an die Qualität der Arbeit Rechnung getragen werden. Weiterhin fördert die Gemeinde seit 2007 finanziell die musikalische Früherziehung und ein Programm zur Stärkung der sozialen Kompetenz der Kinder.

Dank des großen Engagements von Eltern und Fördervereinen der Einrichtungen wurde in den letzten Jahren Vieles realisiert, insbesondere auf den Außenspielplätzen der Kita’s.

Die Tagespflege für Kinder durch Tagesmütter (Tagesväter gibt es derzeit leider nicht) wurde in den letzten Jahren ausgebaut, die Vergütung durch die Gemeinde erhöht. Heute werden mehr als doppelt so viele Kinder in Tagespflege betreut als vor 4 Jahren, inzwischen fast 30.

Bei allen Sanierungsarbeiten wurde auf Nachhaltigkeit geachtet. So ist der Gasverbrauch für den Komplex Sporthalle, Grundschule und Hort am Standort Rangsdorf so stark gesunken, dass die Kosten für die Heizung fast konstant gehalten werden konnten, trotz stark gestiegener Energiepreise.

Weitere Entwicklungsziele für den Schul- und Kitabereich hat die Gemeinde in den entsprechenden gemeindlichen Entwicklungskonzepten festgelegt. Die Entwicklungskonzepte sichern eine langfristig durchdachte Entwicklung, statt des Agierens mit kurzfristigen Lösungen.

Der Jugendtreff im Ortsteil Groß Machnow wird zusammen mit dem Hort von der Kirche getragen. Hier sind in den nächsten Jahren Hort und Jugendclubräume soweit möglich zu trennen. Der Jugendclub im Pramsdorfer Weg wurde ebenfalls dem DRK als Träger übergeben. Das DRK ist an verschiedenen Stellen im Kreis Träger für die Jugendarbeit und die Schulsozialarbeit. Letztere ist dauerhaft in der Gemeinde einzurichten. In der Schule werden viele Probleme von Jugendlichen sichtbar. In der Schule sind in der Regel alle Jugendlichen zu erreichen. Dadurch wird ein Aufsuchen an verschiedenen über den Ort verteilten Treffpunkten zum Teil nicht nötig, bzw. erleichtert.

Der Medienbestand der Bibliothek wurde in den letzten Jahren kontinuierlich erneuert. Höhere Nutzerzahlen sind Ergebnis dieser Investition. Die Standorte in der Seebadallee und der Dorfstraße wurden vernetzt, und die Nutzung durch Kita’s und Schulen in den letzten Jahren ausgebaut. Die Investition in den Medienbestand ist kontinuierlich fortzusetzen.

Bürgerschaftliches Zusammenleben / Sportliche Möglichkeiten und Vereinstätigkeit

Zielstellung war es, durch Rahmensetzungen wie Gebäuden oder finanzielle Förderungen das Zusammenleben in Rangsdorf attraktiver zu machen.

Die Gemeinde hat eine Förderrichtlinie für die Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen kultureller oder sportlicher Art in Kraft gesetzt. So wurden Veranstaltungen finanziell gefördert, die das Zusammenleben im Ort beleben. Gleichzeitig wurden dafür gemeindliche Gebäude und Anlagen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde hat in diesen Fällen auch die Betriebskosten für ihre Einrichtungen getragen und die Veranstalter mit dem Baubetriebshof und bei den erforderlichen Genehmigungen unterstützt. In den nächsten Jahren müssen im Rahmen einer Gleichbehandlung die Vereine und Institutionen die generell die Betriebskosten für einzelne Objekt selbst tragen verstärkt bei Veranstaltungen unterstützt werden. Letzteres ist schon wegen der gestiegenen Energiekosten nötig. Dazu gehören unter anderem die Angelvereine, der Reitverein oder die Seesportclubs. Diese Vereine schaffen für die öffentliche Nutzung oft Räume und Orte, bauen diese auf ihre Kosten aus und stellen die Anlagen dann der Allgemeinheit zur Verfügung. Zu diesen verstärkt zu unterstützenden Aktivitäten gehört auch die Umweltbildung des Landschaftspflegevereins und Kunst / Kultur der Galerie der Gedok.

Neben der gezielten Förderung von öffentlichen Veranstaltungen, dazu gehört auch der Weihnachtsmarkt, wird die Kinder- und Jugendarbeit in den Vereinen finanziell gefördert. Die Nutzung von gemeindlichen Gebäuden und Anlagen wurde finanziell generell von Gebühren befreit, zusätzlich ein Zuschuss für kontinuierliche Arbeit gewährt. Daneben hat die Gemeinde die Sportplätze in Sportforum Lindenallee ertüchtigt, so dass hier wieder Faustball und Fußball gespielt werden kann.

In Zusammenarbeit mit den Keglern wurden die Gebäude der Kegelbahnen durch die Gemeinde saniert und als Begegnungsstätten ertüchtigt. Dies gilt sowohl für die Kegelbahn am Strandbad, als auch für die im Ortsteil Groß Machnow. Letztere muss wegen der Erweiterung des Hortes in Zukunft verstärkt die Rolle einer Begegnungsstätte im Ortsteil wahrnehmen.

Dem Sportverein SV 28 wurde durch einen langjährigen Pachtvertrag Sicherheit für die Nutzung des Sportplatzes in der Birkenallee gegeben. Für die westliche Bahnseite von Rangsdorf ist die Neuanlage eines Sportplatzes mit Großspielfeld in den nächsten Jahren unerlässlich. Mögliche Standorte wurden im Rahmen des Vorentwurfes des Flächennutzungsplanes vorgesehen.

Klein Kienitz hat einen Ortsteilstatus erhalten und hat nun auch einen gewählten Ansprechpartner. Für die Bürger des Ortsteils Klein Kienitz wurde eine Begegnungsstätte geschaffen, deren Betrieb über den örtlichen Förderverein und den Ortsbürgermeister (zukünftig Ortsvorsteher) organisiert wurde. Die Gemeinde hat Vorhaben und Veranstaltungen im Ortsteil finanziell gefördert. In den nächsten Jahren ist der Weg an der Landestraße zum Friedhof Klein Kienitz auszubauen und die durchgängige Radwegeverbindung im Ort herzustellen.

Die Bedürfnisse von Senioren haben sich in den letzten Jahren gewandelt, immer mehr Menschen wollen und können sich auch im Seniorenalter körperlich fit halten. Die Gemeinde hat den Ausbau der Seniorenbegegnungsstätte des ASB in der Seebadallee finanziell unterstützt. Der ASB stellt gerade für Senioren in Rangsdorf derzeit ein umfassendes attraktives Betreuungsangebot für unterschiedliche Lebenslagen zur Verfügung. Neben der Tagespflege und der Begegnungsstätte sind dies das Pflegeheim und die Sozialstation in der Seebadallee sowie das altersgerechte Wohnen im Bereich Zeisigweg.

Durch die finanzielle Unterstützung der Arbeit der im Senioren und Behindertenbeirat vertretenen Vereine und Institutionen und die Einführung eines Behinderten- und Seniorenbeauftragten konnte das Leben in Rangsdorf bereichert werden.

Rangsdorf erleben können

In den letzten Jahren sind viele Ruinen in Rangsdorf verschwunden, bzw. wurden einer neuen Nutzung zugeführt. Dazu gehören die ehemaligen Militärgebäude im Bereich der Stauffenbergallee, aber auch der Gutskomplex im Ortszentrum oder das ehemaligen Verwaltungsgebäude mit ehemaliger Kantine der Bückerwerke. Auf dem Gutshof in Groß Machnow wurde eine neue Nutzung der Objekte begonnen. Rangsdorf ist dadurch ansehnlicher geworden. Für die nächsten Jahre gilt es das Problem mit den Ruinen der ehemaligen Kaufhalle in der Seebadallee und der denkmalgeschützten Hallenruinen auf dem Bückergelände durch Nachnutzungen bzw. Abriss zu lösen.

Die Grünzüge innerhalb der Ortslagen sollen so weit möglich als ortstypische Elemente erhalten werden. Erste Weichen dazu wurden mit dem Leitbild zur Flächennutzungsplanänderung gestellt.

Mit der Sanierung des Drillings und der Sanierung der letzten kontaminierten Kanäle im Bereich Klein Venedig wurde viel für die Umwelt im Ort getan in den letzten Jahren, die Gemeinde hat dafür erhebliche finanzielle Mittel ausgegeben. In den nächsten Jahren gilt es die Sanierung oder Teilsanierung des Rangsdorfer Sees und des Machnower Sees voranzubringen. Dazu sind die Grundlagen von den Naturschutzbehörden des Landes Brandenburg einzufordern.

Rangsdorf hat in den letzten Jahren die Spielplätze ausgebaut, insbesondere die Plätze in der Rosenaue und am Strandbad. Letzterer wurde mit den finanziellen Mitteln der Gewinne eines Wettbewerbes, des eon.edis -Cups gestaltet. Der Wettbewerb und die große Beteiligung der Rangsdorfer Bürger hat Gemeinschaft im Ort geschaffen. Für den Bereich des Wohngebietes „Römerschanze“ wurde im Jütenweg ein größerer Spielplatz angelegt. Damit kam die Gemeinde ihren Verpflichtungen aus dem Vertrag mit dem Investor nach, der dafür vor Jahren der Gemeinde Geld zur Verfügung gestellt hat. In den nächsten Jahren ist das Projekt zum Umbau des Platzes der Einheit als Begegnungs- und Spielplatz an der Seebadallee umzusetzen. Dazu sind aber noch die Anregungen und Hinweise der Rangsdorfer Bürger zum Projekt zu erfragen und dann einzuarbeiten.

Die Beteiligungsmöglichkeiten für die Rangsdorfer Bürger wurden in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Um eine Bürgerbeteiligung bei Vorhaben zu ermöglichen, müssen Bürger sich auch informieren können. Als erstes wurden dazu die Informationen im monatlich erscheinenden „Allgemeinen Anzeiger“ quantitativ und qualitativ verbessert, dann die Internetseite der Gemeinde ausgebaut. Heute können auf der Internetseite die Niederschriften der Sitzungen der Gemeindevertretung und deren Ausschüsse nachgelesen werden. Die Einladungen werden vor den Sitzungen mit Tagesordnung veröffentlicht. Ziel soll es sein, in Zukunft auch Beschlussvorlagen, soweit vom Umfang und aus Datenschutzgründen möglich, vor den Sitzungen im Internet lesen zu können. Daneben fand im laufe eines Jahres jeweils mehrere Einwohnerversammlungen zu den unterschiedlichsten Vorhaben und Themen statt, dies soll auf weiter so bleiben.

Vor allem zur Information der Bürger im Ort wurde ein Tourismusbüro eingerichtet, über das unter anderem der Veranstaltungskalender gepflegt und veröffentlicht wird.

Infrastruktur an Straßen und Wegen

Das wichtigste Infrastrukturproblem von Rangdorf konnte in den letzten Jahren nicht endgültig gelöst werden. Mit der Bürgerbefragung zu den verschiedenen Varianten der Beseitigung des Bahnübergangs in Rangsdorf wurde aber eine mehrheitlich gewollte Variante festgestellt. An dieser Variante der Eisenbahnüberführung (Straßentunnel) im Bereich des Bahnhofs wurde weiter gearbeitet. Inzwischen kann die Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn abgeschlossen werden, so dass realistisch 2010 mit dem Bau begonnen werden könnte. Der Bau setzt eine zeitweilige Einschränkung des Zugverkehrs auf der Bahnstrecke voraus und wird deshalb nur zusammen mit anderen Baumaßnahmen der Bahn zwischen Mahlow und Baruth umgesetzt werden. Die Gemeinde hat deshalb nach dem Erwerb der Ladestraße nur provisorisch Parkplätze für die Bahnnutzer angelegt. Mit dem Bau der Eisenbahnüberführung wird auch ein großer Teil des Bahnhofs umgebaut werden.

Zum Straßenausbau wurde ein Straßenausbaukonzept beschlossen, das insbesondere die Reihenfolge der einzelnen auszubauenden Straßen festlegt. In den letzten Jahren wurde der schon vorher projektierte Ausbau der Winterfeldallee umgesetzt, die Walter Rathenaustraße und die Clara-Zetkin Straße, soweit ein Ausbau nötig war, fertig gestellt. Weiterhin wird der Ausbau der Berliner Chaussee 2008 abgeschlossen werden. Diese Straße ist Teil des Radweges von Berlin - Leipzig. Dieser verläuft bei uns entlang der B 96. Der Ausbau der Seebadallee konnte begonnen werden, ebenso der Ausbau der Birkenallee. Diese Straßenausbauten sind in den nächsten Jahren fortzusetzen. Daneben werden in den nächsten Jahren der Grenzweg im Bereich Großmachnower Allee/Reihersteg, der Falkenflur, der Thomas-Müntzer-Weg, der noch nicht ausgebaute Teil des Reihersteges und der Winterfeldallee, der südliche Teil der Heinestraße und der südliche Teil der Friedensallee Straßenausbauschwerpunkte sein.

Durch die Nutzung der Chance der Wiederherstellung der Fahrbahnen der Straßen um die Machnower Seestraße in Bitumen, nach der Verlegung der Trink- und Schmutzwasserleitungen, konnten erhebliche Verbesserungen im Straßennetz für sehr wenig Geld erreicht werden.

Für die Brückenerneuerung mussten in den letzten Jahren sehr viel Geld von der Gemeinde bereitgestellt werden. So wurden die 4 Fußgängerbrücken in der Seepromenade neu gebaut. Der über diese Brücken führende Wanderweg wird seit dem viel stärker genutzt. Weiterhin wurden die Straßenbrücken Rangsdorfer Ring und Stralsunder Allee neu gebaut. Ende 2008 wird auch der Neubau der Brücke Stauffenbergallee abgeschlossen sein. Dadurch sind nun wieder alle Wohngrundstücke in Rangsdorf ohne Tonnagebeschränkung erreichbar. Weiterhin wurden die Fußgängerbrücken im Wiesengrund und bei den Zülowseen erneuert und die zu diesen Brücken führenden Wege im Rahmen eines internationalen Jugendcamps befestigt. In den nächsten Jahren sind die Straßenbrücken Birkenallee und Kurparkallee neu zu bauen.

Mit dem Ausbau des Radweges in der Großmachnower Allee konnte eine Lücke geschlossen und der Schulweg sicher gemacht werden. Ähnliches gilt für den Radweg entlang der B 96 zwischen Dabendorf und Groß Machnow und zwischen Groß Machnow und der Berliner Chaussee.

Zur Verbesserung der Erschließung der westlichen Ortslage von Rangsdorf ist die Nutzung des vorhandenen Bahnübergangs Pramsdorf unterlässlich. Dazu wurden im Rahmen der Flächennutzugsplanüberarbeitung entsprechend Straßentrassen aufgenommen. Durch die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens soll die nötige rechtliche Grundlage für eine Anbindung geschaffen werden. Dieses Verfahren ist möglichst 2009 abzuschließen. Gleichzeitig ist in den nächsten Jahren der Straßenbau schrittweise, wie im Straßenbauprogramm vorgesehen, umzusetzen. Das Planverfahren zum Ersetzen des Bahnübergangs Pramsdorf durch eine Straßenüberführung ist in den nächsten Jahren abzuschließen.

Die Ausweisung von verschiedenen Wander- und Radwegen ist in den letzten Jahren schon erfolgt bzw. wurde beantragt. Dazu gehört unter anderem die Baruther Linie oder der Weg um den Rangdorfer See. Da ein großer Teil letzteren Weges außerhalb des Rangsdorfer Gemeindegebietes liegt, kann eine Ausweisung nur mit Zustimmung von Zossen, Ludwigsfelde und Blankenfelde – Mahlow erfolgen. Daneben wurden verschiedene innerörtliche Wege wieder begehbar gemacht, wie der Weg durch den Kurpark oder über den Zabelsberg. Alte Wegeverbindungen innerhalb des Gemeindegebietes sind auch in Zukunft weiter zu pflegen und soweit nötig auch wieder herzustellen.

Stärkung des Standortes Rangsdorf

Das Rangdorfer Ortszentrum ist durch gezielte Ansiedlungen wie die Seniorenresidenz weiter in Zukunft zu stärken.

Der Gewerbestandort Rangsdorf ist weiter auszubauen. In den letzten Jahren ist der Standort durch die Ansiedlung der Firma Conergy und die Erweiterungen der Firma Bär & Ollenroth, sowie die Übernahme der TTS durch Fiege gestärkt worden. Bei einer Erweiterung sind die Bedürfnisse der Wohnnutzungen und der Gewerbeansiedlungen zu berücksichtigen. Gewerbeansiedlungen auf Kosten der Wohnqualität sind zu vermeiden. Der Bebauungsplan zur städtebaulichen Ordnung des Gewerbegebietes Ladestraße und der angrenzenden Wohnnutzungen ist 2009 abzuschließen.

Wegen der nötigen großen Investitionen in die Infrastruktur der Gemeinde ist auch in den nächsten Jahren konsumtiv nur das unbedingt nötige auszugeben. Trotz Einwohnerzuwachs von unter 9000 auf über 10.000 wurde das Verwaltungspersonal in den letzten Jahren abgebaut. Hier ist die Grenze des Abbaus erreicht. Jede neue Aufgabe oder ein weiterer Einwohnerzuwachs wird eine Personalausweitung nach sich ziehen.

In die technische Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr und des Baubetriebshofes wurde in den letzten Jahren kontinuierlich investiert. Das beschlossene Konzept zur Entwicklung der Feuerwehr und des Baubetriebshofes in der Gemeinde Rangsdorf ist in den nächsten Jahren umzusetzen.

Wegen der gestiegenen Kinderzahlen sind die Personal- und Sachausgaben im sozialen Bereich (Kita und Schulen) in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Hier sind neue Ausgabensteigerungen auf die Notwendigkeit jeweils zu prüfen.

Fazit

Zusammen mit Ihnen haben wir Rangsdorf in den letzten Jahren vorangebracht. Dabei wurde die Öffentlichkeit weniger mit endlosen Diskussionen und Streitereien der Politiker gequält, stattdessen wurde sachorientiert gearbeitet. Mit der Überarbeitung des Flächennutzungsplanes und durch die verschiedenen Entwicklungskonzepte wurde ein Leitbild für die Entwicklung Rangsdorfs in den nächsten Jahren geschaffen.